Bistum Limburg macht Platz


Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen aus der Ukraine macht das Bistum Limburg Platz und stellt Immobilien als Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung. Kurzfristig können mehr als 200 Geflüchtete Zuflucht finden, weitere Plätze sind in Planung.
Untergebracht und betreut werden die Geflüchteten unter anderem im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod und im Karlsheim Kirchähr. In beiden Gebäuden können jeweils bis zu 20 Personen unterkommen. Erste Geflüchtete sind bereits am Mittwoch, 23. März, im Priesterseminar in Limburg angekommen. Hier gibt es im Apartment Platz für bis zu sechs Personen. In der Ketteler-La Roche-Schule in Oberursel können Geflüchtete in elf Einzelapartments beherbergt werden.
Weitere Immobilien sollen folgen
„Das ist aber nur der Anfang. Wir arbeiten daran, weitere Immobilien zur Verfügung zu stellen, um den Menschen aus der Ukraine eine sichere Obhut zu bieten“, sagt Barbara Reutelsterz. Sie leitet den Koordinierungskreis Ukraine im Bistum Limburg. Wichtig sei für die Geflüchteten, nicht nur ein Dach über dem Kopf zu haben, sondern auch gut betreut zu werden und Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen oder der Eröffnung eines Bankkontos zu erhalten. „Die Menschen haben Schreckliches erlebt. Sie sind zwar selbst außer Gefahr, das Erlebte wirkt aber noch nach und sie verfolgen voller Sorge die weiteren Entwicklungen“, sagt Reutelsterz.
Bei allen Fragen von Unterbringung und Betreuung kooperiert das Bistum sehr eng mit den zuständigen Kommunen und den regionalen Caritasverbänden. Vor Ort sind außerdem viele Ehrenamtliche aktiv. „Ich bin sehr beeindruckt, wie hier alle mit voller Kraft daran arbeiten, dass die Schutzsuchenden gute Rahmenbedingungen vorfinden und sich willkommen fühlen“, so Reutelsterz.
Unterstützung vom Ressort Kirchenentwicklung
Neben den genannten Immobilien haben bereits viele Ordensgemeinschaften und Kirchengemeinden Platz gemacht. Einige Schutzsuchende konnten schon Zuflucht finden, weitere Aufnahmekapazitäten bahnen sich noch an. Alleine in den Kirchengemeinden sind bereits 100 Plätze gemeldet. Finanzielle Unterstützung erhalten sie dabei vom Ressort Kirchenentwicklung. Fabrizio Suma, Referent für die Wohnraumoffensive, kümmert sich hier um die Koordination und stellt fest: „Da werden in Windeseile Wände gestrichen, sanitäre Anlagen auf Vordermann gebracht und Möbel herangeschafft. Es macht Freude, das Engagement zu unterstützen und so einen wirksamen Beitrag leisten zu können.“